In meiner Malerei ist mir das Zeigen von geformten Dingen, und das Zusammenfügen von sichtbaren Inhalten dringlich.
Sicher, die Inhalte können kompliziert und manchmal hermetisch verschlossen sein.
Deshalb erscheinen gerne neue und alte Schlüssel im Bild, mit denen man Inhalte auf- und verschließen kann.
Ich zeige somit nicht gegenständliche Motive, sondern Embleme, Allegorien, Symbole und Allusionen.
Das Zeigen geschieht auf der Bildfläche, weshalb diese besonders strukturiert ist: was steht nebeneinander, was überdeckt sich, was wird herausgehoben oder hinausgedrängt.
Und darum sind meine Gegenstände auch flach wie Scherenschnitte. Sie können sich so in die Bildfläche einfügen.
Gleichwohl spielt der Farbklang, und damit das Licht und der Schatten eine große Rolle.
Also doch ein Bildraum, denn Licht und Schatten bedingen einen solchen. Dieser kommt eher autopoietisch zustande, als dass ich ihn für meine Bilder absichtsvoll heranziehe.
Im Prinzip will ich auf den ganzen Fundus der Kunstgeschichte zugreifen, auch wenn mir vieles natürlich unzugänglich bleibt.
Jedoch ein „Zurück-zu“ würde mich als zeitgenössischen Maler verleugnen, ebenso, wie mich ein „Vorwärts-zu" ratlos macht.

aktualisiert:9. Juni 2022